Das kleine Wildpflanzen und -kräuter ABC | Ihre Wirkung neu entdeckt

Verbessern Sie Ihre Gesundheit oder einfach den Badespaß mit purer Naturkraft

Die Geschichte der Menschen und der Heilkrúter, Wildpflanzen und Wildkräuter reicht bereits sehr weit zurück. Damals suchten wir uns unsere Pflanzen in der direkten Umgebung, um diese für medizinische Zwecke, für Färbungen oder als Nahrung zu verwenden. Erst mit der Sesshaftigkeit haben wir uns daran gemacht die nützlichen Eigenschaften einiger Arten gezielt anzubauen und durch Kreuzungen zu verbessern. In diesem Artikel wollen wir uns die Wildpflanzen, die vom Menschen schon fast vergessen oder zurückgedrängt wurden etwas genauer ansehen und herausfinden, über welche Wirkung diese verfügen oder wofür diese eingesetzt werden können.

Wir Menschen entscheiden darüber, wann, wo, welche Pflanze wie wächst

So unterschiedlich die vielen Pflanzen dieser Welt auch sein mögen, eines haben sie alle gemeinsam – und zwar ihre Vitalität! Sobald eine Pflanze die passende Umgebung gefunden hat beginnt sie mit der Expansion und versucht so viel Platz wie irgendwie möglich einzunehmen. Doch genau das lässt dem Gärtner keine Ruhe, weshalb sie von ihnen immer wieder zurückgeschnitten, zurückgedrängt und teilweise komplett ausgerottet werden. Lebensraum ist auch in der Pflanzenwelt knapp und so ist es kein Wunder, das sie sich ebenso gegen die anderen durchsetzen müssen. Die grosse Artenvielfalt wäre wohl ohne den Menschen nicht so vorzufinden. Und dennoch haben sehr viele Pflanzen Wortwörtlich ins Gras beißen müssen.

Die Heilkräuter und Pflanzen die den heutigen Kulturpflanzen und den vom Menschen bevorzugten Gewächsen weichen mussten sind daher fast in Vergessenheit geraten. Klar, die Grenze zwischen Wildpflanzen und Gartenpflanzen zu definieren ist schwer, schließlich stammen alle Gartenpflanzen in gewisser Weise von den Wilden Arten ab. Doch die Gartenpflanzen würden in der freien Wildbahn wohl nicht lange oder nicht sehr erfolgreich überleben. Welche wilden Pflanzenarten leben unauffällig in unseren Wäldern und müssen ein unbekanntes Dasein fristen?

Das ABC der zurück gedrängten Wildpflanzen

Der Haselwurz | Asarum europaeum
In den europäischen Laub- und Mischwäldern ist er Zuhause, der Haselwurz. Um glücklich zu sein benötigt er nicht einmal viel Licht. Noch vor ein paar Jahren wurde er dazu eingesetzt, Alkoholkranken den Alkohol zu entwöhnen. Heute weiß man, dass dies keine sehr gute Idee ist, da er die Leber ebenso schädigt. Aktuell wird er für die Nierenreinigung eingesetzt sowie als Brechmittel. Der Haselwurz liebt feuchte Böden und gedeiht sehr gut in dunklen Bereichen unter Bäumen und Büschen.

Die Winterkresse | Barbarea vulgaris
Das Barbarenkraut oder auch die Winterkresse ist in ganz Europa Zuhause und bevorzugt lockere und zugleich feuchte Untergründe. Der Geschmack dieser wilden Pflanze ähnelt der Brunnenkresse sehr. Außerdem verfügt das wilde Kraut über jede Menge Vitamin C. So wird es in den unterschiedlichsten Gerichten mit Kartoffeln, Salaten, Quarkspeisen sowie Butter eingesetzt. Es ist ein sehr würziges Kraut, dass sehr oft an Wassergräben, Lichtungen und Weiden anzutreffen ist. Gerade in einer Speise nach einem schönen Erkältungsbad kann es sein Wirkung sehr gut entfalten. (Lesen Sie auch: Erkältungsbad nehmen | Welcher Badezusatz hilft bei Erkältungen?

Die wilde Möhre | Daucus carota
Auf den Wiesen und Wegrändern ist die wilde Möhre zu finden. Auch sie ist in ganz Europa zu finden und feuchter und lockerer Boden bieten die besten Voraussetzung für eine große Population. Bei Aufgüssen und Bädern kann die wilde Möhre harntreibend und bei Darmentzündungen lindernd wirken. Als Nahrungsmittel spielt sie allerdings keine Rolle. Das liegt vor allen Dingen daran, da sie über keine einheitliche Pfahlwurzel verfügt und sich somit schlecht anbauen lässt. (Lesen Sie auch: Den passende Badezusatz finden | Für Sommer als auch Winter!

Der Natternkopf | Echium vulgare
Ob als Ochsenzunge oder Natternkopf bezeichnet ist diese wilde Pflanze im frühjahr der europäischen Wälder aufzufinden. Überall da, wo es Hummeln, Bienen und Schmetterlinge gibt ist auch der Natternkopf nicht weit. Früher wurde das Kraut zur äußerlichen Entgiftung angewendet. Es ist somit ein mildes Antiseptikum, das nicht giftig und nur wenig aromatisch ist. Zum Nahrungsmittel für uns Menschen hat sie es allerdings nicht geschafft. Sie wird einzig und allein zur Dekoration an Drinks und Cocktails eingesetzt.

Der Mädesüß | Filipendula ulmaria
Feuchte Wiesen, Fluss- und Bachufer – genau da ist der Mädesüß aufzufinden. Diese wilde Pflanze ist in ganz Europa aber auch in Asien Zuhause und duftet von Juni bis August. Er enthält außerdem sehr viele ätherische Öle, Flavonoide und Gerbstoffe, wodurch er sich als perfekte Heilpflanze eignet. Dies kann beispielsweise in form eines schweißtreibenden Tees geschehen, der gegen Fieber und Erkältungen ankämpft. In einem warmen Bad oder als Aufguss unterstützt er die Wundheilung. (Lesen Sie auch: Ätherische Öle – Die pure Pflanzenkraft | Ratgeber)

Wilde Kräuter und Pflanzen unterstützen die Gesundheit nachhaltig

Die eben genannten Gewächse lassen sich nicht allesamt in einem schönen, wohltuenden Bad verwenden. Dennoch unterstützen Sie in Form eines Tees oder Aufgusses nach und vor einem Bad die Genesung von verschiedener Beschwerden und Krankheiten. Starke und entspannende, kühlende und belebende sowie Gesundheitsfördernde Badezusätze können Sie in unserem Onlineshop finden. Entdecken Sie jetzt den passenden Badezusatz für die Herbst- und Wintersaison und tanken Sie bei einem warmen Bad neue Kraft.